Dienstag, 20. Dezember 2016

Muss es immer neu sein?

Sicher trägt die vorweihnachtliche Stimmung nicht unwesentlich dazu bei mich auf das, was ich habe und was in diesem Jahr gewesen ist, zu besinnen...


Neue Schnittmuster für Kinder, Männer, Frauen, Puppen, Taschen, Rucksäcke und und und...sie entstehen scheinbar mühelos und kommen aus allen Ecken...und das ist auch gut so.
Ähnlich verhält es sich mit den Stoffen...neue Designer werden auserkoren, Farben, Formen und Firmen sättigen den Markt und dabei ist sowohl mein Stoffregal als auch meine Festplatte ziemlich gut gefüllt.


Hier und auch im "echten" Leben muss ich mich immer wieder fragen: brauch ich das alles? Und diese Frage lässt sich leicht beantworten...Nein! Brauche ich nicht...denn ich finde, weniger ist manchmal mehr! Doch hin und wieder vergesse ich das...


Ich liebe es sehr, neue Schnitte auszuprobieren, Probe zu nähen und neue Stoffkombinationen auszuprobieren, doch das tiefe Gefühl der Zufriedenheit stellt sich bei mir nur ein, wenn ich einen bestehenden und bewährten Schnitt auf unsere Bedürfnisse abgewandelt habe...vor ein paar Tagen konnte man bei YvaR. einen wunderschönen Jawepu bewundern, der sich eben diesem Thema widmet.


Und auch, wenn ich sehr spielerisch interpretierte Kleidungsstücke mit Schleifchen und Schnürchen gerne anschaue, so mag ich es für uns doch eher unaufgeregt und so, dass die Sachen gut untereinander kombinierbar sind...


Da ich mich nun schon eine ganze Weile mit der Stilfrage beschäftige, glaube ich zumindest vorerst eine Antwort in eben diesem Prinzip, nämlich unaufgeregte Basics zu schaffen (vielleicht auch mit dem gewissen Etwas), die gut kombinierbar mit dem Rest des Schrankes sind, gefunden zu haben.



Bei den hier gezeigten Hosen handelt es sich um einen Schnitt, welchen ich hier und hier bereits für meinen Sohn genäht habe. Die Tochter meiner Freundin ist, ähnlich meinem großen Sohn im Babyalter (übrigens der Grund, weswegen ich richtig mit dem Nähen angefangen habe, erpasste einfach nirgends hinein), ein wenig quadratisch und die Frage der passenden Kleidung bleibt da natürlich nicht aus...daher hier der Versuch ein paar passende Hosen zu kreieren.


Die verwendeten Stoffe sind allesamt, abgesehen vom Bündchen, aussortierte Pullis, die nun so in die zweite Runde gehen können.
Nachhaltigkeit bekommt für mich damit eine ganz neue Bedeutung, da ich derzeit meine eigenen Kleidungsstücke wieder verarbeiten kann...etwa Hosen der Großen, die einen Fleck oder ein Loch an einer blöden Stelle haben...

Für die Applikationen habe ich einmal SnapPap und einmal Motivjersey genommen, den ich mit Vlieseline hinterbügelt habe. Klein aber fein und ganz groß und der Wirkung, wie ich finde...

Liebste Grüße

Julia

Schnitt: Baggyhose Ottobre 4/15

Stoffe: alte Pullis, Büdchen aus dem Fundus

verlinkt: Creadienstag, Dienstagsdinge, HoT, Kiddikram, SewMini, Upcycling Linkparty

Kommentare:

  1. dieses upcycling finde ich großartig! Es muss nicht immer der neueste stoff sein... vor allem ist die "beschädigte" kleidung schon oft gewaschen worden. gerade die kleinen applikationen sind total süß!
    danke fürs teilen <3
    ich wünsche euch noch schöne feiertage
    gusta

    AntwortenLöschen